(Doppel-)Besteuerung des Nachlasses

Einheitlich gilt in Frankreich, Deutschland und Monaco, dass unbewegliches Vermögen, also Immobilien und damit gleichgestellte Güter, in dem Land Ihrer Belegenheit besteuert werden.

Der Steuersatz ist hierauf bezogen stets der „nationale“ also bestimmt sich nach französischem, deutschem oder monegassischem Recht.
Ein Deutscher mit Wohnsitz in Deutschland und einer Ferienimmobile in Monaco oder Frankreich hat diese zunächst dort zu versteuern.

In seinem Wohnsitzland ist die Immobilie (der Wert) ebenfalls in der Erbschaftsteuererklärung anzugeben, um den Gesamtnachlasswert zu ermitteln.

Die in Frankreich gezahlte Steuer wird auf die deutsche angerechnet. So heißt es in Artikel 11 DBA:

  • „…Hatte der Erblasser im Zeitpunkt seines Todes …in der Bundesrepublik Deutschland seinen Wohnsitz, so rechnet die BRD nach Maßgabe der Vorschriften des deutschen Rechts über die Anrechnung ausländischer Steuern auf die nach ihrem Recht festgesetzte Steuer die Steuer an, die in Frankreich für das Vermögen gezahlt wird, das nach den Artikeln 5, 6, 7 und 8 in Frankreich besteuert werden kann…“